Sex, Liebe und die Suche nach Sinn

Spirituell gefärbte Gedanken und Geschichten zur Evolution der Liebe

Wie groß kann Liebe sein?

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Wie groß kann Liebe sein?

Innerhalb des letzten Jahres wurden drei meiner Freundinnen Großmütter. Von einem Tag auf den anderen waren sie wie frisch verliebt, vollkommen eingenommen von den gurgelnden und lächelnden Winzlingen, ihren Enkeln. Vielleicht lag es daran, dass ich plötzlich darüber nachdachte, wie tief die emotionale Verbindung eigentlich ist, die ich zur Zukunft der Erde, der Menschheit und der Gesellschaft habe.

Ich war mir immer ziemlich klar darüber, dass ich keine eigenen Kinder wollte, meine rationale Erklärung dafür war die Überbevölkerung und die Theorie, dass es wichtiger war, mein eigenes Bewusstsein zu entwickeln, als anzunehmen, dass ich in der Lage sei, ein anderes zu formen.

Heute denke ich, dass viele verschiedene Motivationen zusammen spielten. Wie viele meiner Generation wollte ich mehr als alles andere meine Freiheit – zu kommen und zu gehen, wann ich wollte, zu leben, wo und mit wem ich wollte. Eine absichtsvolle Gemeinschaft Erwachsener war mir zudem immer wichtiger, als eine Familie.

Jetzt, wo der Klimawandel die Frage aufwirft, wieweit wir Menschen wirklich gekommen sind, in unserer Fürsorge füreinander, für den Planeten, für andere Spezies und für zukünftige Generationen fällt der Mangel an Zukunftsbezogenheit richtig auf. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass sich, wahrscheinlich altersbedingt, das Bewusstsein beim Überschreiten der 50 ganz natürlich auszuweiten scheint und verstärkt jüngere Menschen mit einschließt. Es ist fast so, als wenn das, was für das eigene Leben wichtig war, nun erreicht ist und Platz dafür da ist, sich um mehr zu kümmern.

Dies passt zu unserer biologischen Uhr: dem rein natürlichen Design nach hat sich unser Dasein mit Ende der Fruchtbarkeit ja sozusagen erledigt. Dass wir heutzutage nach unserem biologischen ‚Ablaufdatum‘ noch 30 oder 40 Jahre, fast ein ganzes weiteres Leben, vor uns haben, eröffnet bisher nie dagewesene Möglichkeiten. Die Liebe von Großeltern zu ihren Enkeln scheint eine Ausdrucksform zu sein von einer Liebe, die umfassender und vor allem freier ist und die vielleicht dringend gebraucht wird, um den kommenden Generationen bei der Lösung der Probleme, die auf sie zukommen, unter die Arme zu greifen.

Eigene Kinder und Enkelkinder oder nicht, auf eine wunderbare Weise sind wir aufgerufen, diese Liebe für die Zukunft in uns wachsen zu lassen und sie auszudrücken.

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