Sex, Liebe und die Suche nach Sinn

Spirituell gefärbte Gedanken und Geschichten zur Evolution der Liebe

Herr Seelenpartner

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Ein grosses Thema – Seelenpartnerschaft. Wir wollen den oder die perfekte/n Andere/n finden, den oder die-jenige, die uns, vielleicht schon aus früheren Leben, sozusagen auf den Leib geschnitten ist, der oder die so vollkommen zu uns passt, dass wir für immer und auf die schönste erdenkliche  Weise zusammen sein werden.

Natürlich kenne ich dieses Gefühl, sich nach dem Einen zu sehnen, der wie der Deckel zum Topf passt. Und es gibt sogar eine sehr verblüffende Geschichte in meinem Freundeskreis einer solchen, in ganz mysteriösen Gefilden geschmiedeten Beziehung.

Mit R war alles ganz anders, ‚down to earth’ wie man hier, in den USA, sagt und diese Erfahrung hat mich zu einer anderen Definition für das Wort  ‚Seelenpartner‘ geführt.

Hier ist ein Ausschnitt aus Sex, Liebe und die Suche nach Sinn:

Es gab thailändische Nudelsuppe und vegetarische Sommer-Rollen, an deren weicher, weisser Haut das Aroma irgendeines Fischgerichts klebte. Inge, meine beste Freundin, die sich in meinem Kopf sehr gut auskannte, schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. „So ein Quatsch,“ sagte sie, sehr diplomatisch, „so ein Quatsch – du willst Rod nicht mehr sehen, weil es dir zwischen euch zu intensiv wird? Was soll das? Du bist ein Feigling, das ist alles. Hör mal zu – der Mann hat Tiefe, der ist vertrauenswürdig, hat die gleichen Interessen wie du und kann, was kann man mehr verlangen, sogar Deutsch! Worauf wartest du? Ihr passt so gut zusammen, warum schnappst du ihn dir nicht?“ Ihre Partnerin Mona nickte grinsend. „Sie hat Recht! Es wäre toll!“

Irgendwo wusste ich das auch. Irgendwo hatte ich gehofft, dass Inge genau so etwas sagen würde. Trotzdem war ich verblüfft – so leicht konnte man das sehen? Das ganze Hin- und Her des Mag er mich, mag ich ihn wirklich? Ist er der Richtige oder doch nicht? war damit umgangen. Inge hatte die Dinge nur beim Namen genannt. Objektivität hiess das.

Aber Objektivität in der Liebe?

 „R macht mir Angst, manchmal,“ sagte ich schnell, und stocherte in meinem Eis-Tee herum. „Er kann in wirklich scheußliche Stimmungen kommen.“

„Das macht doch noch weniger Sinn,“ Eva, ihre Stirn in tiefe Falten gelegt, lehnte sich zurück. „Was ist denn mit dir? Bist du bereit, dich zu verändern?“

Guter Punkt, darüber hatte ich so gut wie gar nicht nach gedacht. Aus irgendeinem Grund war ich von der Annahme ausgegangen, dass ich das Recht hatte,  Herrn Perfekt zu bekommen.  – Ende des Ausschnitts

Aber warum? Zum einen sicher, weil ich – vollkommen grundlos – annahm, selbst Frau Perfekt zu sein. Und ausserdem war es fast so, als forderte ich, dass zur Liebe Verblendung gehörte, der Rausch  des sich ver –liebens. Dass die Wirklichkeit nicht Grund genug war, sich auf jemanden einzulassen. All das ist natürlich absurd, aber ich wette, es spielt sich in manch einem rationalen, aufgeklärten und sehr intelligenten Kopf ab. Obwohl wir alle wissen, dass niemand perfekt ist, dass sich auch unsere weniger erfreulichen Seiten früher oder später zeigen, wünschen wir uns diese Blindheit, die uns, für eine Weile vorgaukelt, dass er oder sie die absolut richtige für uns ist.

Ich war froh, von diesem Traum aufgerüttelt worden zu sein. Und seit R und ich zusammen leben, denke ich über Seelenpartnerschaft anders nach:

Seelenpartnerschaft ist der Wille, auf der Seelenebene zu teilen und zu kommunizieren. Mit Seelenebene meine ich etwas, das über die persönliche Liebe hinaus geht, etwas, das universell ist und dennoch eigen, in dem oder der anderen. Wenn wir über die Wahrheit sprechen und authentisch sind, und uns jenseits der üblichen Abgrenzungen begegnen, dann sind wir Seelenpartner. Egal, ob wir in einer Beziehung sind oder nicht!

Ich freue mich über deinen Kommentar!

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